Älterwerden aus verschiedenen Perspektiven

Altersbilder zwischen Vorstellungen, Erfahrungen und gelebtem Leben

Was bedeutet es eigentlich, alt zu werden?

Wir alle tragen Bilder vom Alter in uns. Sie beeinflussen, was wir uns zutrauen was wir anderen zutrauen, was wir für möglich halten und wie wir über das Älterwerden denken. Manche Vorstellung machen Mut andere setzen Grenzen.

"Dafür bin ich inzwischen zu alt"

"Das macht man in diesem Alter nicht mehr"

"Ich bin alt genug, um das selbst zu entscheiden"

Doch wie erleben Menschen ihr Älterwerden tatsächlich? Wie beeinflussen unsere Gedanken, unsere Umwelt und unsere Lebenserfahrungen diesen Prozess? 
Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen, haben wir mit sechs Menschen aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe gesprochen. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Interviews werden wir in den kommenden Wochen nach und nach auf dieser Seite veröffentlichen und ergänzen.

Was wir aus den Interviews gelernt haben?

Gemeinsames Altersnarrativ
Die befragten Personen erleben Altern nicht primär als Verlustprozess. Stattdessen beschreiben sie ein gutes Altern als aktiven Anpassungsprozess, der durch körperliche und geistige Aktivität, soziale Verbundenheit, Dankbarkeit, die Akzeptanz altersbedingter Veränderungen sowie die Möglichkeit, weiterhin für andere bedeutsam zu sein, gekennzeichnet ist. Trotz gesundheitlicher Einschränkungen bleibt die Wahrnehmung einer Kontinuität der eigenen Person erhalten.

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Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den Interviews werden wir in den kommenden Wochen nach und nach auf dieser Seite veröffentlichen und ergänzen.




Die Menschen hinter den Stimmen

Über das Projekt

Wie entstand das Projekt?

Die Arbeitsgruppe „Gesund älter werden“ beschäftigt sich regelmäßig mit Themen rund um ein gesundes und selbstbestimmtes Leben im Alter. Dabei entstand die Frage, welche Vorstellungen wir eigentlich selbst vom Älterwerden haben: Welche Aktivitäten trauen wir älteren Menschen zu? Welche Bilder verbinden wir mit dem Alter? Und spiegeln diese Vorstellungen tatsächlich die Lebensrealität wider?

Auf der Suche nach Antworten stieß die Arbeitsgruppe unter anderem auf die Kampagne und Wanderausstellung „Altersbilder“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die dort vorgestellten Beispiele zeigen, wie vielfältig, aktiv und individuell das Leben im Alter sein kann und wie oft gängige Vorstellungen hinterfragt werden dürfen.
Daraus entstand die Idee, Menschen aus dem Landkreis Karlsruhe selbst zu Wort kommen zu lassen. Für die Interviews entwickelte Frau Dr. Barisch-Fritz einen Leitfaden, der gemeinsam in der Arbeitsgruppe weiterentwickelt wurde. Besonders erfreulich war die große Bereitschaft der Mitglieder, sich aktiv einzubringen. Mehrere Personen erklärten sich bereit, Interviews zu führen und Kontakte zu möglichen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern herzustellen.
So konnten schließlich sechs Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten für das Projekt gewonnen werden. Entstanden sind persönliche und spannende Einblicke, die zeigen: Es gibt nicht das eine Altersbild, sondern viele verschiedene Wege, älter zu werden.

So sind wir vorgegangen

Um unterschiedliche Perspektiven auf das Älterwerden sichtbar zu machen, führte die Arbeitsgruppe Interviews mit sechs Personen aus dem Landkreis Karlsruhe durch. Als Orientierung diente ein gemeinsam entwickelter Interviewleitfaden mit Fragen zu Lebensalltag, persönlichen Erfahrungen, Wohlbefinden und der eigenen Sicht auf das Älterwerden. Gleichzeitig blieb genügend Raum für individuelle Geschichten und persönliche Schwerpunkte.
Die Interviews wurden mit Zustimmung der Teilnehmenden aufgezeichnet, verschriftlicht und ausgewertet. Die Aussagen bilden die Grundlage der vorgestellten Porträts und fließen zugleich in die weitere Arbeit der Arbeitsgruppe ein. Ziel ist es, den Austausch über das Älterwerden anzuregen und unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar zu machen.

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