Was ist Gesundheitskompetenz?
Die bekannteste Definition stammt von Sörensen et al. (2012):
"Gesundheitskompetenz adressiert Wissen, Motivation und Kompetenzen von Personen, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, kritisch zu bewerten und anzuwenden,
um im Alltagsleben Entscheidungen zu gesundheitlicher Versorgung, der Prävention von Erkrankungen und der Förderung von Gesundheit zu treffen, mit dem Ziel, Lebensqualität über die Lebensspanne zu verbessern oder zu erhalten"
Gesundheitskompetenz ist dabei ein vielschichtiges Konzept, das sich im Laufe der Zeit je nach Fachrichtung und Spezifizierung weiterentwickelt hat. Heute unterscheidet man oft zwischen allgemeiner und spezifischer Gesundheitskompetenz. Die allgemeine Gesundheitskompetenz bezieht sich auf den Umgang mit Gesundheitsinformationen, während die spezifische Gesundheitskompetenz Bereiche wie Ernährung, Bewegung oder digitale Gesundheitskompetenz umfasst. Zusätzlich gibt es die individuelle und organisationale Gesundheitskompetenz. Die individuelle Gesundheitskompetenz beschreibt die Fähigkeiten einzelner Personen, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und zu nutzen, um Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen zu ergreifen. Die organisationale Gesundheitskompetenz hingegen beschreibt, wie Organisationen ihre Strukturen anpassen können um Individuen bei gesundheitsbezogene Entscheidungen und Maßnahmen zu unterstützen. Weitere Begriffe in diesem Zusammenhang sind die navigationsbezogene und die professionelle Gesundheitskompetenz.